Deutschland braucht eine entschlossene Politik für mehr Schienenverkehr

Deutschland braucht eine entschlossene Politik für mehr Schienenverkehr

Ingenieurpolitik goes Online: Der ZBI im Gespräch mit MdB Detlef Müller (Chemnitz)

Detlef Müller, MdB: „Und dafür brauchen wir die Ingenieurinnen und Ingenieure.“

Zum Thema „Deutschland braucht eine entschlossene Politik für mehr Schienenverkehr“ sprach der SPD-Bundestagsabgeordnete Detlef Müller (Chemnitz) mit Vertretern des ZBI – dem Zentralverband der Ingenieurvereine – und seinen beiden Mitgliedsverbänden IfKom (Ingenieure für Kommunikation) sowie VDEI (Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure). Müller ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Deutschland braucht eine entschlossene Politik für mehr Schienenverkehr“ forderte ZBI-Präsident Wilfried Grunau an und fügte hinzu: „Jetzt, vor der Bundestagswahl 2021, ist diese Forderung wichtiger denn je. Und die Aufmerksamkeit der Politik für die Schiene ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen, denn die Schiene steht wie kein anderes Verkehrsmittel für moderne, klimaschonende Mobilität.“

Die Bahn ist ein sicheres und umweltschonendes Verkehrsmittel, die einen unverzichtbaren Beitrag zur Mobilität der Zukunft sichert. Um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, fordert der VDEI die Bundesregierung auf, die entsprechenden Schienenverkehrsprojekte zu beschleunigen und dafür öffentliche Investitionen in ausreichender Höhe bereitzustellen. Hierzu bedarf es zudem der Gewinnung von Fachkräften. Zur notwendigen Einstellung von qualifizierten Nachwuchskräften – aber auch von Quereinsteigern – ist es aus der Sicht des VDEI in gleicher Weise erforderlich, eine entsprechend strukturierte Aus- und Fortbildung für Tätigkeiten im Bahnsystem durchzuführen. Gleichsam ist die Lehre in den Hochschulen zu fördern.

Ein weiteres Anliegen des VDEI ist es, im Rahmen des Umweltschutzes die Elektrifizierung von Bahnstrecken zügig weiter voranzutreiben, um mit möglichst regenerierbarem Strom einen klimafreundlichen und emissionsarmen Schienenverkehr zu gewährleisten. Zudem muss der Betrieb von Personen- und Güterverkehr automatisierter, effizienter und digitaler werden. Hierzu gehört nach Auffassung der IfKom der schnelle Ausbau des Mobilfunknetzes zumindest entlang der wichtigsten Bahnstrecken. Das Telefonieren und das Arbeiten mit dem Internet während der Bahnfahrten gehören inzwischen zum Arbeitsalltag.

Detlef Müller begrüßte die Initiative und betonte, dass die Bahn das Verkehrsmittel der Zukunft und einer der wichtigsten Infrastrukturträger des 21. Jahrhunderts sei. „Dafür braucht es aber die entsprechenden Voraussetzungen. Einen Anfang dazu haben wir in dieser Legislaturperiode gemacht. Die Entscheidungen zum Ausbau und zur Modernisierung der Infrastruktur müssen zwingend aber auch nach der Bundestagswahl weitergeführt und umgesetzt werden. Dafür steht die SPD bereit, denn wir brauchen effizientere Strukturen“, mahnte Müller an. „Und dafür brauchen wir die Ingenieurinnen und Ingenieure.“

Über den ZBI
Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e.V. ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 50.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau aus Edewecht.
www.zbi-berlin.de

Über den VDEI
Der VDEI – Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure ist der Berufsverband für Ingenieure im Bereich Systemgeführter Verkehr und wurde im Jahr 1949 gegründet. Der VDEI ist Herausgeber der internationalen Fachzeitschriften „EI – Der Eisenbahningenieur“ (monatlich), des „EIK – Eisenbahn Ingenieur Kompendium“ (jährlich) und Veranstalter der Fachmesse iaf – Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik sowie des iaf Kongresses BahnBau in Münster. Seit 2010 besitzt er eine eigene VDEI-Akademie für Bahnsysteme zur Weiterbildung. Zu den Zielen und Aufgaben des VDEI gehören die Förderung, Stärkung und Entwicklung des Schienenverkehrs, die Interessenvertretung der Berufsgruppe der Ingenieure, die Aus- und Weiterbildung von Ingenieuren, der Austausch und Vermittlung von Fachwissen, die Mitgestaltung von verkehrspolitischen Projekten im öffentlichen Sektor sowie das Bereitstellen eines beruflichen und persönlichen Netzwerkes. Präsident ist Dr.-Ing. Thomas Mainka.
www.vdei.de

Über die IfKom
Die IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Bundesvorsitzender ist Dipl.-Ing. Heinz Leymann
www.ifkom.de

Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e.V. ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 50.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau aus Edewecht.

Kontakt
ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e.V.
Wilfried Grunau
Castroper Straße 157
44357 Dortmund
030 – 851 03 687
redaktion@zbi-berlin.de
http://www.zbi-berlin.de